Bis auf den Totaldefekt am 3. Tag (Kassette hat sich gelöst weil Nabe zu weich) hat eigentlich alles gut funktioniert.
Dank den Pneus von Urs hatte ich auch keine Platten mehr wie noch in den ersten Tagen. Mit der Hitze bin ich gut zurechtgekommen, nur die Blasen an den Händen (corrugations!) haben mir Schmerzen bereitet.
29er Hardtail ist das Arbeitsgerät der Wahl von praktisch 90% der Spitzenfahren - das geht mir genauso.
Urs war sicher der stärkste Fahrer an der Croc, nachdem er krankheitshalber ausschied, wurde an der Spitze vergleichsweise gemütlich gefahren (was mir entgegenkam). Trotzdem ist auch Jeroen ein sympathischer und verdienter Sieger.
Ein spezieller Dank gilt noch den Mechanikern, welche jeweils bis Tief in die Nacht unsere Bikes wieder flott gemacht haben.
Samstag, 29. Oktober 2011
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Tag 10: Jetzt reichts
Man merkt schon am Morgen, dass die Leute nach Hause wollen: nicht mal mehr der Startbogen wird aufgeblasen. Los gehts - ich habe mir heute vorgenommen ganz locker ohne Defekt ins Ziel zu fahren und meinem neuseeländischen Kollegen die Chance zu geben auch einen Bumerang zu gewinnen. Ich nehme den Fotoapparat mit und mache unterwegs ein paar Fotos:
Die letzten 20 Kilometer werden natürlich wieder sehr schnell gefahren. Ich mag heute nicht Leiden und fahre im Schluss-Sprint sicher vor meinem Konkurrenten um den 3. Gesamtplatz ins Ziel.
Nach einem Bad im Pool von Hope Vale fahren wir gemeinsam nach Cooktown. Auf dem Hügel dort "Grassy Hill" finden die letzten Siegerehrungen statt. Ein wirklich sehr schöner Ort mit Rundblick aufs Meer.
Im Zeltlager melde ich mich ab und beziehe verdientermassen ein Motelzimmer um wieder mal richtig sauber zu werden. An der Schlussparty sind wir uns einig: es war ein Riesenabenteuer, dass sich auf jeden Fall gelohnt hat und und auch jedem empfohlen werden kann der fit genug ist. Ob wir es aber ein zweites Mal wagen würden, jetzt wo wir wissen wie hart es wirklich ist...?
Die letzten 20 Kilometer werden natürlich wieder sehr schnell gefahren. Ich mag heute nicht Leiden und fahre im Schluss-Sprint sicher vor meinem Konkurrenten um den 3. Gesamtplatz ins Ziel.
Nach einem Bad im Pool von Hope Vale fahren wir gemeinsam nach Cooktown. Auf dem Hügel dort "Grassy Hill" finden die letzten Siegerehrungen statt. Ein wirklich sehr schöner Ort mit Rundblick aufs Meer.
Im Zeltlager melde ich mich ab und beziehe verdientermassen ein Motelzimmer um wieder mal richtig sauber zu werden. An der Schlussparty sind wir uns einig: es war ein Riesenabenteuer, dass sich auf jeden Fall gelohnt hat und und auch jedem empfohlen werden kann der fit genug ist. Ob wir es aber ein zweites Mal wagen würden, jetzt wo wir wissen wie hart es wirklich ist...?
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Tag 9: Die härteste Etappe
Obwohl nicht die längste (148 KM) wurde uns diese Etappe schon in Cairns als härteste angepriesen. Der Grund ist klar: erste Hälfte Corruations, zweite Hälfte Single-Trail und davon etwa 30 Km bis knie-tiefen Sand, welcher im Gebüsch quer durch den Wald umfahren werden musste.
Ich habe mir schon im Voraus vorgenommen an diesem Tag Vollgas zu geben. Nach dem Start ist der Hauptkonkurrent aus meiner Kategorie in einer 5-köpfigen Fluchtgruppe ausgerissen. Das passte mir gar nicht, also versuchte ich das Feld an die Ausreisser heranzuführen. Der Croc Leader Jeroen Boelen zeigte mir aber an, dass dies unnötig sei ("let'em get tired"). Also reihte ich mich wieder hinten ein. Als ich kurz danach meine Satteltasche mit Werkzeug etc. wegen den Corrugations verlor und umkehren musste und dann wieder an die Profi-Gruppe heransprinten musste, war ich froh, dass das Tempo nicht allzu hoch war.
Bis Km 75 fahren wir zwar zügig aber zu langsam, so dass die Ausreisser fast 8 Min. Vorsprung bekommen. Dann ging es los mit Sand: statt darin zu spuhlen, versuchte ich es quer durch den Wald, parallel zum Sand-Weg, zeitweise 100m weit entfernt. Das ging recht gut, so dass ich Fahrer um Fahrer ein- und überholen konnte. So circa um Km 100 sah ich mit Freuden das Trikot von meinem australischen Hauptkonkurrenten. Er scheint eher ein Gümmeler zu sein und hatte etwas Mühe mit dem Trail-Suchen. Es wurde wieder sehr heiss und wegen den permanenten Unebenheiten war es schwierig zu trinken und zu essen beim Fahren.
Die Sandpassagen scheinen kein Ende zu nehmen und zeitweise hatte ich Zweifel ob ich den Australier auf Distanz halten kann. 10 Km vor Schluss sehe ich aber sogar einen weiteren Fahrer aus dem Spezialized Team vor mir, welchen ich einholen kann. Wir fahren mit Vollgas dem Ziel zu und Sprinten den letzten Kilometer wie die Irren. Ich gewinne den Sprint, die Kategorie und lande auf dem unglaublichen 6. Platz mitten in der Elite. Ich muss sogar Interviews (Bericht) geben im Ziel; allerdings gabs da wohl noch ein Verständigungsproblem; vielleicht lags an der horrenden Hitze, wir sind da nämlich fast verdurstet im Ziel, denn seit 2 Jahren bin ich noch nicht in Brisbane...
Campiert wird dann einfach im Wald "in the middle of nowhere", ausser Termiten-Hügel gibts da nichts zu sehen. Einige Fahrer haben so richtig genug vom Campieren und ich höre nur noch "f..k" bis zum Einschlafen.
Ich habe mir schon im Voraus vorgenommen an diesem Tag Vollgas zu geben. Nach dem Start ist der Hauptkonkurrent aus meiner Kategorie in einer 5-köpfigen Fluchtgruppe ausgerissen. Das passte mir gar nicht, also versuchte ich das Feld an die Ausreisser heranzuführen. Der Croc Leader Jeroen Boelen zeigte mir aber an, dass dies unnötig sei ("let'em get tired"). Also reihte ich mich wieder hinten ein. Als ich kurz danach meine Satteltasche mit Werkzeug etc. wegen den Corrugations verlor und umkehren musste und dann wieder an die Profi-Gruppe heransprinten musste, war ich froh, dass das Tempo nicht allzu hoch war.
Bis Km 75 fahren wir zwar zügig aber zu langsam, so dass die Ausreisser fast 8 Min. Vorsprung bekommen. Dann ging es los mit Sand: statt darin zu spuhlen, versuchte ich es quer durch den Wald, parallel zum Sand-Weg, zeitweise 100m weit entfernt. Das ging recht gut, so dass ich Fahrer um Fahrer ein- und überholen konnte. So circa um Km 100 sah ich mit Freuden das Trikot von meinem australischen Hauptkonkurrenten. Er scheint eher ein Gümmeler zu sein und hatte etwas Mühe mit dem Trail-Suchen. Es wurde wieder sehr heiss und wegen den permanenten Unebenheiten war es schwierig zu trinken und zu essen beim Fahren.
Die Sandpassagen scheinen kein Ende zu nehmen und zeitweise hatte ich Zweifel ob ich den Australier auf Distanz halten kann. 10 Km vor Schluss sehe ich aber sogar einen weiteren Fahrer aus dem Spezialized Team vor mir, welchen ich einholen kann. Wir fahren mit Vollgas dem Ziel zu und Sprinten den letzten Kilometer wie die Irren. Ich gewinne den Sprint, die Kategorie und lande auf dem unglaublichen 6. Platz mitten in der Elite. Ich muss sogar Interviews (Bericht) geben im Ziel; allerdings gabs da wohl noch ein Verständigungsproblem; vielleicht lags an der horrenden Hitze, wir sind da nämlich fast verdurstet im Ziel, denn seit 2 Jahren bin ich noch nicht in Brisbane...
Campiert wird dann einfach im Wald "in the middle of nowhere", ausser Termiten-Hügel gibts da nichts zu sehen. Einige Fahrer haben so richtig genug vom Campieren und ich höre nur noch "f..k" bis zum Einschlafen.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Tag 8: Corrugations und Sprint Finish
Es ist am Morgen schon sehr heiss in Laura. Ich habe erst jetzt mitbekommen, dass am Vortag 2 Fahrer mit Hitzschlag ausgestiegen sind, einer davon liegt in Cairns im Spital. Mit meinen 3 Flaschen (total 2 Liter) fühle ich mich aber immer sicher.
Heute versuchte ich wieder den Profis anzuhängen, welche mit zwischen 30 und 50 Km/h über die Corrugations rasen. An den Händen habe ich mittlerweile Blasen aber es geht einigermassen. Nach einer Flussdurchquerung verklemmt sich die Kette derart, dass ich eine Minute brauche bis ich wieder fahren kann. Das wars - ich fuhr zwar noch ca. 10 Km der Spitzengruppe hinterher, aber die Profis im Gegenwind aufzuholen ist für mich nicht mit vernünftigem Aufwand machbar.
Also warte ich auf die 2. und 3. Platzierten in meiner Kategorie und fahre mit ihnen zügig Richtung Ziel. Auf den letzten 5 Km kommte es zu den typischen Gümmeler Schluss-Spielchen: Beschleunigen, Abwarten, etc. Ich schaffe es die 2 anderen im Sprint zu schlagen und werde wieder mal 2.
Der Abend wird etwas ungemütlich: auf der anderen Seite des Flusses an dem wir campieren brennt der Wald und überall hat es Rauch. Ausserdem sollte man sich dem Fluss nicht nähern, weil es scheinbar ein grösseres Krokodil darin hat.
Heute versuchte ich wieder den Profis anzuhängen, welche mit zwischen 30 und 50 Km/h über die Corrugations rasen. An den Händen habe ich mittlerweile Blasen aber es geht einigermassen. Nach einer Flussdurchquerung verklemmt sich die Kette derart, dass ich eine Minute brauche bis ich wieder fahren kann. Das wars - ich fuhr zwar noch ca. 10 Km der Spitzengruppe hinterher, aber die Profis im Gegenwind aufzuholen ist für mich nicht mit vernünftigem Aufwand machbar.
Also warte ich auf die 2. und 3. Platzierten in meiner Kategorie und fahre mit ihnen zügig Richtung Ziel. Auf den letzten 5 Km kommte es zu den typischen Gümmeler Schluss-Spielchen: Beschleunigen, Abwarten, etc. Ich schaffe es die 2 anderen im Sprint zu schlagen und werde wieder mal 2.
Der Abend wird etwas ungemütlich: auf der anderen Seite des Flusses an dem wir campieren brennt der Wald und überall hat es Rauch. Ausserdem sollte man sich dem Fluss nicht nähern, weil es scheinbar ein grösseres Krokodil darin hat.
Tag 7: Vollgas mit den Profis duch das Outback
Nach dem Start an der ersten Rampe war ich eigentlich zu müde um den Besten zu folgen. Ich lasse abreissen, wenig später bereue ich es aber. Die 150 Km muss ich heute sowieso fahren, also kann ich sie ja auch schnell fahren - dann gehen sie auch schneller vorbei. Also hole ich die Gruppe nochmals ein. Im Schlepptau den Neuseeländer.
Es ist eine Gruppe von Profis, Halbprofis und ein paar Amateure, welche mit Vollgas durch das Australische Outback rasen. 150 Km mit 27.5 Km/h im Durchschnitt über Stock und Stein, Hügel rauf, Hügel runter, ein paar Bäche und viele Gates dazwischen. Gegen Schluss tun die "corrugations" richtig weh (kleine Wellen auf den Kies/Sandstrassen). Auch habe ich etwas zuviel Luft in den Pneus, da ich wie gestern einige Löcher erwartet habe - heute aber gar nichts.
2 Km vor Schluss bin ich immer noch in der Spitzengruppe mit den Profis/Halbprofis. Der Sieger der ersten Etappen in meiner Kategorie (scheinbar der 5. der Weltmeisterschaft im 24h MTB fahren) muss auch abreissen lassen. Irgendwas stimmt nicht, dass ich da immer noch mitfahren kann. Aber meine Pulsuhr beweist - ich fahre gar noch nicht Mal im roten Bereich.
Also gewinne ich heute in Laura meine 2. Etappe und damit den 2. Bumerang. Schön und sehr sehr unerwartet.
Es ist eine Gruppe von Profis, Halbprofis und ein paar Amateure, welche mit Vollgas durch das Australische Outback rasen. 150 Km mit 27.5 Km/h im Durchschnitt über Stock und Stein, Hügel rauf, Hügel runter, ein paar Bäche und viele Gates dazwischen. Gegen Schluss tun die "corrugations" richtig weh (kleine Wellen auf den Kies/Sandstrassen). Auch habe ich etwas zuviel Luft in den Pneus, da ich wie gestern einige Löcher erwartet habe - heute aber gar nichts.
2 Km vor Schluss bin ich immer noch in der Spitzengruppe mit den Profis/Halbprofis. Der Sieger der ersten Etappen in meiner Kategorie (scheinbar der 5. der Weltmeisterschaft im 24h MTB fahren) muss auch abreissen lassen. Irgendwas stimmt nicht, dass ich da immer noch mitfahren kann. Aber meine Pulsuhr beweist - ich fahre gar noch nicht Mal im roten Bereich.
Also gewinne ich heute in Laura meine 2. Etappe und damit den 2. Bumerang. Schön und sehr sehr unerwartet.
Montag, 24. Oktober 2011
Tag 6: Königsetappe 189 Km in der Hitze - Sieg
Die Königsetappe steht an. Am Morgen ist es bereits 35 Grad; während dem Rennen steigt das Thermometer auf 45 Grad (gewisse Fahrer reden von 48 Grad). Es hat 5 Depots - ich trinke total 10 Liter und muss nie Pinkelpause machen. Wahnsinn.
Weil die Leader Huber und Boelen schon kurz nach Rennanfang Platten haben, fahre ich über 10 Km an der Spitze alleine voraus. Das ist noch ganz lustig wenn man von Kamera und Spitzenfahrzeug begleitet wird. Nur am Depot waren die Helfer verwirrt: was will hier schon die Nummer 69?
Der Leader in meiner Kategorie hat heute irgendwie einen Schwächeanfall, aber ein Neuseeländer aus meiner Kategorie, welcher immer sehr stark fährt ist noch vorne. Ich konzentriere mich eigentlich nur auf mich und muss 4 Mal nachpumpen weil Spitze Steine meine Pneus durchlöchern. Plötzlich sehe ich aber den Neuseeländer am Horizont auftauchen etwa 50 Km vor dem Ziel. Also nehme ich gemeinsam mit einem Tschechen die Verfolgung auf. Etwa bei Km 160 haben wir ihn eingeholt. Er flucht - "oh Marc, I knew you would come back...". Nun ja, ich war zurück und fühlte mich ausgezeichnet trotz der Hitze. Nach einem der vielen Gates über die wir klettern müssen bastelt er was an seinem Bike rum. Ich sehe auf dem Tacho: noch 19 Km. Also gebe ich Vollgas wie noch nie in dieser Tour. Immer wieder schaue ich zurück, auch bei Km 185 sehe ich aber niemanden hinter mir, also beginne ich langsam an den Sieg zu glauben. Es wird noch heisser und nach der Schlussrampe bin ich wirklich k.o. Sieg! Unglaublich. Ich gehe die 100m zum Fluss zu Fuss und lege mich mit allen Bike Kleidern in den Bach - eine Wohltat.
Weil die Leader Huber und Boelen schon kurz nach Rennanfang Platten haben, fahre ich über 10 Km an der Spitze alleine voraus. Das ist noch ganz lustig wenn man von Kamera und Spitzenfahrzeug begleitet wird. Nur am Depot waren die Helfer verwirrt: was will hier schon die Nummer 69?
Der Leader in meiner Kategorie hat heute irgendwie einen Schwächeanfall, aber ein Neuseeländer aus meiner Kategorie, welcher immer sehr stark fährt ist noch vorne. Ich konzentriere mich eigentlich nur auf mich und muss 4 Mal nachpumpen weil Spitze Steine meine Pneus durchlöchern. Plötzlich sehe ich aber den Neuseeländer am Horizont auftauchen etwa 50 Km vor dem Ziel. Also nehme ich gemeinsam mit einem Tschechen die Verfolgung auf. Etwa bei Km 160 haben wir ihn eingeholt. Er flucht - "oh Marc, I knew you would come back...". Nun ja, ich war zurück und fühlte mich ausgezeichnet trotz der Hitze. Nach einem der vielen Gates über die wir klettern müssen bastelt er was an seinem Bike rum. Ich sehe auf dem Tacho: noch 19 Km. Also gebe ich Vollgas wie noch nie in dieser Tour. Immer wieder schaue ich zurück, auch bei Km 185 sehe ich aber niemanden hinter mir, also beginne ich langsam an den Sieg zu glauben. Es wird noch heisser und nach der Schlussrampe bin ich wirklich k.o. Sieg! Unglaublich. Ich gehe die 100m zum Fluss zu Fuss und lege mich mit allen Bike Kleidern in den Bach - eine Wohltat.
Sonntag, 23. Oktober 2011
Tag 5: MTB vom Feinsten
Gerhard der Tour-Organisator hat am Vortag noch von "extrem schwieriger Strecke" gesprochen für Tag 5. Ich war psychisch bereit das Bike 7 Km zu tragen und schieben. Was wir aber vorfanden, war der beste Trail bis anhin; alles fahrbar und sehr abwechslungsreich. Nach dem Trail war ich recht weit vorne, so dass ich im flachen Abschnitt mit z.T. Elite Fahrern unterwegs war. Im Zielsprint liess ich 2 Fahrer vor, welche sich immer um das Tempo bemüht hatten. Der Koreaner davon ist scheinbar Velo-Profi.
Der Zielort ist genial (Mt. Muligan) - richtig Australisches Outback. Ein alter Bauernhof an einem Teich. Ich bin übrigens zum dritten mal 2. in meiner Kategorie. Und es ist endlich richtig warm!
Der Zielort ist genial (Mt. Muligan) - richtig Australisches Outback. Ein alter Bauernhof an einem Teich. Ich bin übrigens zum dritten mal 2. in meiner Kategorie. Und es ist endlich richtig warm!
Samstag, 22. Oktober 2011
Tag 4: Rundstrecke in Irvinebank
Beim schnellen Rennen (3x28 Km) in Irvinebank schaffe ich es wieder auf den 2. Platz in meiner Kategorie. Der Parcours ist relativ unspektakulär und ich bin in erster Linie froh ohne Defekt durchzukommen. Endlich ein ein warmer Tag. Alles wird gut, ausser die Blatern an den Füssen vom Jogging mit Veloschuhen vom Vortag sind etwas mühsam.
Freitag, 21. Oktober 2011
Tag 3: Totaldefekt und Jogging
Nach dem Start im Regen fahren wir Vollgas durch eine Art Regenwald, die Brille ist beschlagen und mein Puls am Anschlag. Irgendwann kurz vor Depot 1 habe ich genug und lasse die Kollegen ziehen, wenig später merke ich auch warum: neben einem Platten hat sich meine Kassette in ihre Bestandteile aufgelöst, so dass ich nur noch - zuerst 3 - dann nur noch mit 1 Gang fahren kann. Ich versuche etwa 30 Minuten lang das Teil zu reparieren aber keines der Begleitfahrzeuge hat das benötigte Werkzeug dabei. Nach etwa 50 Km ist ganz fertig, Tune Nabe (aus Alu) ist ausgefranst und die SRAM Kassette hält nicht mehr. Einen kurzen Moment denke ich das ganze aufzugeben - aber nein, dafür war der Vorbereitungsaufwand zu gross; also kann ich Joggen, Trottinet fahren und bergab Biken...während 30 Km.
Im Ziel in Irvinebank regnet es dann zum Glück nicht mehr und überall werden Kleider getrocknet.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Tag 2: es schifft in Strömen und wird noch schlimmer
Nach kurzer Anfahrt (20 km) nach Atherton beginnt das Rennen mitten im Dorf. Schulkinder wurden sogar organisiert um uns zuzuklatschen obwohl es in Strömen schifft.
Sofort nach dem Start wird Vollgas gefahren durch eine Art Regenwald einen anständigen Berg hinauf. Nach dem Downhill im Schlamm und mit beschlagener Brille sehe ich nur noch einen Fahrer aus Holland mit dem ich den Rest der Strecke (ca. 80km) zurücklege. Kurz vor dem Ziel habe ich einen Platten und schaffe es gerade noch mit 0.5 Bar über die Ziellinie. (Am nächsten Morgen stelle ich erst fest dass dies zum 2.Platz gereicht hat in meiner Kategorie).
An unserem Etappenort herscht ein unglaubliches Chaos. Es regnet andauernd und alles ist im Schlamm. Die Helfer muessen die Zelte in knöcheltiefem Wasser aufstellen. Duschen braucht es nicht, man ist sowieso durchnässt.
Schlafen ist schwierig, die Zelte sind nicht dicht. Am Morgen steige ich gleich wieder in die nassen Rennsachen und stelle mich ohne Frühstück an den Start.
Sofort nach dem Start wird Vollgas gefahren durch eine Art Regenwald einen anständigen Berg hinauf. Nach dem Downhill im Schlamm und mit beschlagener Brille sehe ich nur noch einen Fahrer aus Holland mit dem ich den Rest der Strecke (ca. 80km) zurücklege. Kurz vor dem Ziel habe ich einen Platten und schaffe es gerade noch mit 0.5 Bar über die Ziellinie. (Am nächsten Morgen stelle ich erst fest dass dies zum 2.Platz gereicht hat in meiner Kategorie).
An unserem Etappenort herscht ein unglaubliches Chaos. Es regnet andauernd und alles ist im Schlamm. Die Helfer muessen die Zelte in knöcheltiefem Wasser aufstellen. Duschen braucht es nicht, man ist sowieso durchnässt.
Schlafen ist schwierig, die Zelte sind nicht dicht. Am Morgen steige ich gleich wieder in die nassen Rennsachen und stelle mich ohne Frühstück an den Start.
Dienstag, 18. Oktober 2011
Tag 1: "so funktioniert das also" und Rennabbruch
Um 4:50 erwache ich und glaube es nicht: es schifft in Strömen... Das hatte ich doch schon mal dieses Jahr an einem Bike Rennen... Ich schlafe weiter und hoffe auf Besserung.
Die Logistik am Morgen vor dem Rennen ist recht anspruchsvoll: Gepäck in den "Etappenort" Lastwagen laden, Gepäck in den "Cooktown" Lastwagen einladen (Zielort nach 10 Tagen), Bidons füllen und an jeden Depotwagen abgeben, Bike und mich rennbereit machen, Morgenessen und Aus-checken im Hotel. Der entgegen dem abgegebenen Programm geänderte Zeitplan bringt meine just-in-time Planung etwas durcheinander aber ich schaffe es irgendwie weder etwas zu verschicken, was am Rennen benötige, noch etwas zu behalten, dass ich dann den ganzen Tag rumschleppen muss.
Nach der Fahrerpräsentation geht es um 9:40 los in Cairns im Konvoi durch die Stadt bis an den Fuss des ersten Berges. Nach einem kurzen Halt erfolgt der Start und kurz darauf beginnt es auch wieder zu Regnen - so richtig tropisch. Nach einem Schwatz mit Urs Huber dem Favoriten, kommt das Rennen langsam in Fahrt. Die Spitzengruppe mit Urs und etwa 10 Fahrern ist weg, ich schaffe es knapp mich in der Verfolgergruppe von etwa 8 Fahrern zu halten.
Plötzlich kommt ein Tour-Organisations-Jeep angebraust und jemand schreit was in Österreichischem Englisch. Ein Fahrer neben wir fragt: was this english? Ich habe nur "Dam" verstanden. Wenige Meter später verstanden wir: Anhalten beim Damm - des Rennen ist unterbrochen.
Scheinbar sind die 4x4 Fahrzeuge steckengeblieben, darum müssen wir warten. Zum Glück hat es da grad ein Gartenrestaurant das zwar geschlossen hat, aber wir bekommen trotzdem Tee, Riegel und Abfallsäcke um uns Kleider zu basteln denn es ist - schon wieder (!) - kalt.
Nach gefühlten 2 Stunden geht's weiter - Rennen neutralisiert bis zum Zielort wegen zuviel Wasser in den Flüssen etc. Trotzdem bricht sich einer das Schlüsselbein und die über 100 Km sind auch ohne Rennen anstrengend, denn irgendwann möchte ich ja heute nochmals unter die warme Dusche.
Jetzt sitze ich im Zelt, nach gutem Nachtessen. Es regnet draußen und mein Zelt ist nicht ganz dicht, so dass ich mich frage ob ich die Regenjacke anziehen soll. Aber wie sagen die Aussies: "don't worry" oder was mir noch besser gefällt: "no drama".
Heute schlafe ich trotzdem sicher gut.
Die Logistik am Morgen vor dem Rennen ist recht anspruchsvoll: Gepäck in den "Etappenort" Lastwagen laden, Gepäck in den "Cooktown" Lastwagen einladen (Zielort nach 10 Tagen), Bidons füllen und an jeden Depotwagen abgeben, Bike und mich rennbereit machen, Morgenessen und Aus-checken im Hotel. Der entgegen dem abgegebenen Programm geänderte Zeitplan bringt meine just-in-time Planung etwas durcheinander aber ich schaffe es irgendwie weder etwas zu verschicken, was am Rennen benötige, noch etwas zu behalten, dass ich dann den ganzen Tag rumschleppen muss.
Nach der Fahrerpräsentation geht es um 9:40 los in Cairns im Konvoi durch die Stadt bis an den Fuss des ersten Berges. Nach einem kurzen Halt erfolgt der Start und kurz darauf beginnt es auch wieder zu Regnen - so richtig tropisch. Nach einem Schwatz mit Urs Huber dem Favoriten, kommt das Rennen langsam in Fahrt. Die Spitzengruppe mit Urs und etwa 10 Fahrern ist weg, ich schaffe es knapp mich in der Verfolgergruppe von etwa 8 Fahrern zu halten.
Plötzlich kommt ein Tour-Organisations-Jeep angebraust und jemand schreit was in Österreichischem Englisch. Ein Fahrer neben wir fragt: was this english? Ich habe nur "Dam" verstanden. Wenige Meter später verstanden wir: Anhalten beim Damm - des Rennen ist unterbrochen.
Scheinbar sind die 4x4 Fahrzeuge steckengeblieben, darum müssen wir warten. Zum Glück hat es da grad ein Gartenrestaurant das zwar geschlossen hat, aber wir bekommen trotzdem Tee, Riegel und Abfallsäcke um uns Kleider zu basteln denn es ist - schon wieder (!) - kalt.
Nach gefühlten 2 Stunden geht's weiter - Rennen neutralisiert bis zum Zielort wegen zuviel Wasser in den Flüssen etc. Trotzdem bricht sich einer das Schlüsselbein und die über 100 Km sind auch ohne Rennen anstrengend, denn irgendwann möchte ich ja heute nochmals unter die warme Dusche.
Jetzt sitze ich im Zelt, nach gutem Nachtessen. Es regnet draußen und mein Zelt ist nicht ganz dicht, so dass ich mich frage ob ich die Regenjacke anziehen soll. Aber wie sagen die Aussies: "don't worry" oder was mir noch besser gefällt: "no drama".
Heute schlafe ich trotzdem sicher gut.
Vorbereitungstag
Am Montag geht in Cairns das grosse Shoppen los. Alles was in den 40kg Fluggepäck keinen Platz hatte, muss noch beschafft werden. Die Bike-Shops machen wahrscheinlich den besten Tagesumsatz des Jahres, Gels und Pulver ist praktisch ausverkauft in der Stadt.
Markus und ich unternehmen noch eine Testfahrt mit unseren Bikes. Es scheint alles in Ordnung zu sein. Es kann losgehen!
Es kommt dann bei mir aber noch etwas Nervosität auf und ich frage ich ob es sinnvoll war bei meinem ersten Etappen Rennen gleich hier zu starten:
Insbesondere nachdem Gerhard - der Trophy Organisator - beim Briefing erklärt hat, dass bei etwa 6 von 10 Etappenorten kein Mensch in der Nähe wohnt.
Markus und ich unternehmen noch eine Testfahrt mit unseren Bikes. Es scheint alles in Ordnung zu sein. Es kann losgehen!
Es kommt dann bei mir aber noch etwas Nervosität auf und ich frage ich ob es sinnvoll war bei meinem ersten Etappen Rennen gleich hier zu starten:
Insbesondere nachdem Gerhard - der Trophy Organisator - beim Briefing erklärt hat, dass bei etwa 6 von 10 Etappenorten kein Mensch in der Nähe wohnt.
Montag, 17. Oktober 2011
Anreise
Am Samstag mit Jetstar von Brisbane nach Cairns. 30 Grad am Flughafen, alles Gepäck ist da - genauso habe ich es mir erhofft. Mit dem Bus zum Pacific Hotel Cairns grad bei der Esplanade. Lauter Biker aus aller Welt sind da. Cool, auch Markus aus Aarau ist schon da - wir gehen essen und wundern uns ob an der Trophy wirklich nur solche Profis teilnehmen wie wir sie in unserem Hotel antreffen.
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